Geschichte der Seequerung

Die Durchquerung des Neusiedler Sees ist die älteste (bestehende) Schwimmveranstaltung Österreichs. Als „Erfinder“ des Neusiedlersee Marsches gilt Hofrat Dr.Tschach (Vorstand der Burgenländischen Fremdenverkehrsabteilung) der diesen Bewerb als “Werbegag” für den Neusiedlersee ins Leben gerufen hat. Grundsätzlich gliedert sich die Geschichte in 3 Phasen:

 

Phase 1 von 1969 – 1992 war die Organisationsära des HSV. Die damalige Seedurchquerung war als See-Marsch positioniert und durchgeführt. Von 1969 bis 1972 waren nur vereinzelt Leistungsschwimmer am Start. Die echten Schwimmer übernahmen ab 1973 das Kommando, als die Wiener Brüder Gjukez Franz (österr. Staatsmeister) und Victor, die 1973 und 1974 gewannen. Mit der Zeit wurde der See-Marsch zu einem richtigen Volksfest, bei dem Jubel und Trubel und manchmal weniger die sportliche Leistung im Vordergrund stand. Oberst Mag. Dieter Wiegele, war damals der  langjähriger Hauptorganisator. 21 Seequerungen wurden in dieser Ägide durchgeführt, nur einmal 1983 abgesagt.

Phase 2 von 2004 bis 2008: 4x Organisation durch den ASVÖ Burgenland. Dazwischen und danach waren langjährige Pausen

Phase 3 ab 2013: Organisation als Schwimmfestival für Jedermann mit bis zu 10 verschiedenen Bewerben und ab 2017 Neuauflage der klassischen Seequerung als 26. Durchführung, als einer von 10 Bewerben.

Seit 2013 ist die Zeit der sportlichen Schwimmer angebrochen. Auch der Wasserstand erlaubt seit knapp 10 Jahren keinen Marsch mehr.

 

 

Highlights:

1969: 1. Seequerung- SeeMarsch: 51 Starter mit 1 Dame. Bei der ersten Durchquerung gab es keine Wertung für Einzelstarter. Die ersten Sieger waren damit ein Team aus Mörbisch: Hans Zethner (der 10x startete), Schindler, Schranz in der Zeit von 65 Min.

1970: erste Einzelsieger: Karnitsch Martin aus Mörbisch in 56:39

          erste Einzelsiegerin: Dangl Syliane, Wien in 101 min

1972- 1974: längste Siegerserie: Mary Lang (zuletzt verheiratete Zethner) 3 x in Serie

1975: Nur 4 von 59 Teilnehmer erreichen wegen stürmischer Bedingungen trotz verkürzter Strecke auf 3,0 km das Ziel. Sieger war erstmals Peter Wagenhofer,

          der auch 2017 wieder am Start sein wird.

1976: Ältester (dokumentierter finisher) war Siegfried Trautmann (D) – 71 Jahre

1977: jüngster Sieger, der 13 jährige Theo Marot von der SU Baden

         + 3 fach Sieg der SU Baden mit Theo Marot/Peter Wagenhofer/Gerhard Jeckel

1982: schnellste Zeit mit 39,45 durch Thomas Krankl

1981: meiste Teilnehmer mit 433

1984: nur 1,3 m Tiefe

1984: jüngste Siegerin, Susanne Schmidt (Wien) – 13 Jahre

 

Strecke: diese varierte von der Länge. Von 1969 bis 1975 war der Start links von der Seebühne und damit kürzer, als der spätere Start von der Seeinsel.

 

Rekords:

Häufigste Podestplätze: Peter Wagenhofer, 10 x (4/3/3), bei 13 Teilnahmen

Häufigste Sieger: Peter Wagenhofer und Thomas Krankl je 4 x

Häufigste SiegerInnen: Mary Lang 3 x , mit Schwester Gaby Lang 2 x (beide aus Mörbisch), weiters 2 x:  Freilinger Ulla (Baden, mehrfache Staatsmeisterin) und Pawlak-Byczkowska (Wien)

 

Der aktuelle Rennleiter Franz Frühauf, war selbst 3 x am Stockerl

 

Chronologische Fakten

 

1969 – 1. Seedurchquerung – Seemarsch

1983 Absage

1990 – 21. Seequerung, ca. 230 TN

 

mehr als 10 Jahre Pause

 

2004 1. ASVÖ Seequerung, Mindestgröße 1.60

2008 4. ASVÖ Seequerung

bisher letzte 25. Seequerung, immer Mörbisch- Illmitz

 

 

2013 1. Schwimmfestival Neusiedler See

neues Konzept: Schwimmen für Jedermann über mehrere Tage

 

2017. 5. Schwimmfestival Neusiedler See mit

          26. Seequerung, nach 10 jähriger Pause

 

Anmerkung: Danke für die dokumentarisch Aufbereitung der Fakten an Peter Wagenhofer (4xiger Gewinner und Rekordteilnehmer)

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